Bin ich etwa hochsensibel? Mit diesem Test findest du es heraus.

Hast du dich schon oft gewundert, dass du in Alltagssituationen Sinneseindrücke feiner und differenzierter wahrnimmst als andere?

Nimmst du Stimmungen und Signale im zwischenmenschlichen Bereich intuitiv und schnell auf?

Fühlst du dich manchmal von den einströmenden Reizen verwirrt und sogar überfordert?

Du antwortest: Ja.

Dann bist du vielleicht im Besitz einer hochsensiblen Veranlagung!

Über diese Veranlagung herrscht nach wie vor viel Verwirrung und Unverständnis. Hochsensibilität ist keine psychische oder genetische Erkrankung. Es ist eine Veranlagung, ähnlich wie bei jemanden, der mit einem musikalischem Gehör auf die Welt kommt. Und wenn du diese Veranlagung schätzen und lieben lernst, kann sie zu einer Bereicherung für dich und andere werden.

Heute möchte ich dir dabei helfen, mit Hilfe eines Tests erste Anhaltspunkte zu finden, ob bei dir diese Veranlagung vorhanden ist oder eher nicht.

Anmerkung: Ein oberflächlicher Test wie der vorliegende, kann immer nur erste Anhaltswerte liefern und besitzt keine wissenschaftliche Aussagekraft.

HSP – Test für Erwachsene: Bin ich hochsensibel?

Lies dir einfach folgende Aussagen durch, und frage dich, ob sie auf dich zutreffen. Zähle dann am Ende zusammen, wie viele Male du mit Ja geantwortet hast.

  1. In Menschenansammlungen (z.B. im Supermarkt oder auf einer lauten Party) fühle ich mich nicht so wohl. Ich habe das Gefühl, dass zu viele Eindrücke auf mich einprasseln.
  2. Ich bin sehr geräuschempfindlich und/oder lichtempfindlich.
  3. Von einem Musikstück oder einem schönen Kunstwerk bin ich oft tief berührt.
  4. In meinem Inneren habe ich viele, intensive Gefühle. Manchmal bin ich überwältigt von der Intensität meiner Gefühle.
  5. Im Kontakt mit anderen Menschen schnappe ich manchmal deren Gedanken und Gefühle auf. Teilweise erlebe ich dabei Phänomene von Telepathie.
  6. Schon früh stellte ich mir die Frage nach dem Sinn des Lebens.
  7. Ich reagiere stark auf Ungerechtigkeiten.
  8. Wenn ich Tiere leiden sehe, leide ich mit.
  9. Ich bin leicht schreckhaft.
  10. Wenn ich Hunger habe, komme ich aus meinem Gleichgewicht. Hungergefühle beeinträchtigen meine Stimmungslage.
  11. Ich habe viel Fantasie.
  12. Filmszenen, in denen Gewalt vorkommen, verabscheue ich.
  13. Ich kann mich sehr genau in andere Menschen hineinversetzen.
  14. Auch was Tiere fühlen, kann ich spüren. Meine Beziehung zu Tieren ist etwas ganz Besonderes.
  15. Als Kind fühlte ich mich schon anders als die meisten anderen Kinder.
  16. Ich liebe Kinder. Das Lächeln und die Unschuld von Kindern berühren mich sehr.
  17. Wenn ich in die Natur gehe, fühle ich mich in meiner Seele berührt und finde zu mir.
  18. Ich mag es, tiefgründige Literatur zu lesen.
  19. Ich brauche Harmonie in meinem Umfeld. Bei Streit und Konflikten leide ich besonders stark.
  20. Manchmal fühle ich mich einsam, weil ich mich oft unverstanden von meinem Umfeld fühle.
  21. Wenn mir alles zu viel wird, suche ich Rückzug und Ruhe.
  22. Freunde und Arbeitskollegen schätzen mich, weil ich gut zuhören kann und positive Impulse für Gruppen geben kann.
  23. Im Umgang mit Fremden bin ich eher schüchtern.
  24. Mein Traumleben ist intensiv und vielschichtig. Ich träume oft und interessiere mich für Traumdeutung.
  25. Ich neige zu Allergien.
  26. Wenn ich Medikamente einnehme, brauche ich oft eine niedrigere Dosis.
  27. Von den Stimmungen und Gefühlen anderer Menschen in meinem Umfeld fühle ich mich schnell beeinflusst.
  28. Ich denke oftmals mehr an andere als an mich selbst.
  29. Es fällt mir schwer, anderen böse zu sein. Ich versöhne mich gern.
  30. Spiritualität, Philosophie und die Suche nach einem Sinn im Leben sind mir sehr wichtig.
  31. Im Alltag fühle ich mich immer wieder mal überfordert. Bei wirklich dramatischen Situationen in der Familie oder in der Firma bin ich überraschenderweise oft ganz klar, ruhig und kann anderen in schweren Stunden sogar beistehen.
  32. Ich habe mich schon sozial engagiert. Geld interessiert mich in diesem Zusammenhang eher weniger.
  33. Manchmal reagiere ich kindlich naiv und merke das erst hinterher.
  34. Ich neige zum Perfektionismus. Wenn ich etwas tue, möchte ich es genau und richtig machen.
  35. Ich suche nach Schönheit in meiner Umgebung. Ich habe ein gutes Gefühl für Farben, Formen, Klänge und Harmonie in meinem Umfeld.

Wenn du mehr als 15 Mal mit „Ja“ antworten konntest, bist du wahrscheinlich hochsensibel. Bei mehr als 20 Mal ist deine Hochsensibilität stark ausgeprägt, bei mehr als 25 „Jas“ bist du sehr stark hochsensibel.

Quelle: „Hochsensibel: Was tun? – Sylvia Harke“

Falls du lieber einen differenzierteren Onlinetest machen möchtest, bei dem du die Antworten anklicken kannst, mache diesen Test.
Ich persönlich bin aufgrund dieses Onlinetests mit meiner Hochsensibilität in Berührung gekommen.

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Ich freue mich auf deinen Kommentar.

 

Bildquelle: unsplash.com

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Hi, ich bin Oliver: Blogger & Autor & Querdenker.

Nach einer dreijährigen beruflichen Auszeit und den anschließenden Orientierungs- und Anpassungsschwierigkeiten, weiß ich heute, wie ich leben möchte: Frei und Selbstbestimmt. Und im Einklang mit meiner sensiblen & kraftvollen Männlichkeit.

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9 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Lieber Oliver, Danke. ich bin sehr froh ( schon wieder zu Tränen gerührt, dich “ gefunden“ zu haben. Vor ca. 4 Jahren erfuhr ich von meiner Hochsensibilität. Meine Mutter ist auch hochsensibel, das wurde in unserer Familie immer als nervlich überlastet , depressiv oder Macke deklariert. Sie war von Ängsten geplagt , was mich gerade seit ihrer Schwangerschaft mit mir sehr(!) geprägt hat. Nun ich wusste schon immer daher, dass ich “ anders“ bin. Leider habe es meist gehasst nicht so zu funktionieren wie andere und somit auch mich sekbst. in meiner Kindheit ( eigentlich bis und Erwachsenenalter war ich viel krank da oft überreizt und nicht erkannt und gewertschätzt in meinem so sein. Telepathie ist für mich logisch auch alles andere , was du in deinem Test oben beschreibst. ( ich habe – ohne scheiß – jede Frage mit JA beantworten können. erst langsam dämmerte es mir in den 20 igern , da studierte ich Osteopathie – meine Mission “ Menschen zur Heilung “ bringen war mir klar, seit ich 8 bin(!) das andere , auch Kollegen nicht fühlten was ich fühlte. Du kannst dir vorstellen : ich habe meine Nische gefunden. bin seit 2 Jahren auch spirituelle Heilerin und HP und arbeite viel feinstofflich. darin bin ich richtig gut. ich verdiene auch gut damit und wenn es mich nicht so anstrengen würde könnte ich viel mehr arbeiten , so gefragt bin ich, aber da mir die Leute fast immer unter die Haut gehen ( und ich ihnen , denn ich verstehe sofort ihr Thema ) kann ich nur wenige Begegungen am Tag “ ertragen „. Nun wie dem auch sei ich lerne mich täglich mehr zu lieben und mein so sein anzunehmen. es gelingt mir immer besser. in meiner Praxis mache ich aus meiner “ Gabe“ kein Geheimnis und stehe voll dazu. aber erst seit wenigen Jahren. davor habe ich mich oft dafür geschämt. im privaten gelingt mir das deutlich schlechter – ich übe. mit meiner Tochter ist es super- sie ist auch ein HSP ich habe sie von Anfang an erkannt und konnte sie viel gezielter “ großziehen“ in ihrer Einzigartigkeit. mir ihr rede ich auch offen über all das und bin soooo dankbar , das sie mich darin versteht und akzeptiert. ich könnte dir noch ewig tippen… es reicht erstmal. ich freu mich jetzt mit dir ( einem gleichgesinnten ) vernetzt zu sein und bin dankbar dafür. Herzliche Grüße von Gudrun

    • Hi Gudrun,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar.

      Freut mich, dass du nun so schön zu deiner Gabe stehen kannst und sie mit anderen Menschen teilst bzw. sie zur Heilung einsetzt.

      Hierin sehe ich eine unserer Aufgaben als HSP: Teilen und Heilen!

      Alles Liebe
      Oliver

      P.S. Auch ich übe weiterhin – du bist nicht alleine – und Austausch tut immer gut 🙂

  2. PS: auch über diesen Test von zartbesaitet hab ich meine HS erfahren. Lol. über deren Verlinkung auf FB bin ich nun zu dir gelangt. L G Gudrun

  3. Hallo Oliver,

    machst Du eigentlich einen Unterschied zwischen Sensibel und Sensitiv?

    Ich habe in diesem Test 19x mit Ja geantwortet und würde schon über mich sagen, das ich eine sensible Ader in mir trage. Und doch empfinde ich mich nicht als HOCHsensibel.

    Es ist eher eine Form von Wahrnehmung und Schwingung vielleicht auch Information.

    Für mich persönlich liegt der Unterschied eher auf der Ebene, wo es sich abspielt. Sensibilität scheint wohl aus dem Herzen zu kommen während Sensitivität aus einem anderen Areal kommt.

    In meinem Fall aus und mit dem Kopf. Diese Fülle an Schwingungen, Wahrnehmungen und Informationen überfordert mich sehr oft.

    Ich würde mich über einen Austausch freuen.

    Sun

    • Hi Sun,

      danke für deinen Kommentar.

      Ah, das ist interessant. Bis vor wenigen Wochen habe ich nicht zwischen (hoch) sensibel und sensitiv unterschieden. Die Begriffe habe ich auch oftmals in meinen Artikel synonym verwendet. Die Autorin und Kollegin Ulrike Hensel hat mir diesbezüglich einen wichtigen Hinweis gegeben. Sie hat zur Unterscheidung der beiden Begriffe einen informativen Artikel geschrieben, auf den ich dich gerne aufmerksam machen möchte:

      http://coaching-fuer-hochsensible.de/hochsensibel-oder-hochsensitiv/

      Seit diesem Hinweis verwende ich nur noch den Begriff (hoch) sensibel/Hochsensibilität in meinen Texten und Sprachgebrauch. Die Differenzierung ist hier wohl sehr entscheidend. Wir Hochsensiblen werden schnell mit zu empfindsam und mimosenhaft gleichgesetzt. Für mich schwingt bei dem Begriff hochsensibel mehr die dahinterliegende Lebenshaltung und Einstellung mit all ihren Licht- und Schattenseiten mit. Bei dem Begriff sensitiv besteht die Gefahr, dass wir „nur“ auf unsere ausgeprägte Wahrnehmungsfähigkeit von Sinnesreizen reduziert werden. Diese Veranlagung bringt aber noch viel mehr mit, bei jedem HSP anders ausgeprägt und gelagert, wie zum Beispiel eine erhöhte Empathie oder Intuition.

      Grundsätzlich empfehle ich solche Test’s mit Vorsicht zu geniessen (wie auch bei meinem angegeben). Er kann lediglich erste Anhaltspunkte geben, die einer weiteren Vertiefung und Erforschung benötigen. Meines wissens nach gibt es bisher keinen wissenschaftlich anerkannten Test, aufgrund dessen eine eindeutige Veranlagung für Hochsensibilität festgestellt werden kann.

      Was du in Bezug auf die Fülle von Informationen und Wahrnehmungen und einer damit verbundenen Überforderung beschreibst, hört sich für mich schon sehr nach HSP an. Genau diese Eigenschaften sind auch bei mir sehr ausgeprägt, ich sammle herumliegende Informationen wie ein Schwamm auf und merke oftmals nicht, dass ich schon längst überstimuliert und erschöpft bin.

      Ebenfalls finde ich deine Unterscheidung und deine Wahrnehmung in Bezug auf Sensibilität und Sensitivität, und er damit verbundenen Verortung in deinem Körper interessant. So habe ich es noch gar nicht gesehen – aber kann sehr wohl so sein, dass Sensibilität sich mehr aus dem Herzen anfühlt. Mir wurde das damals sehr bewusst, als ich erschreckende Bilder aus der Massentierhaltung sah und ich unmittelbar ein Zusammenziehen im Brustbereich bemerkte.

      In Bezug auf den Umgang mit dieser Fülle an Informationen und deren Verarbeitung gibt es eine Reihe von Strategien und Tipps – von denen du einige hier auf den Blog findest 😉 Als Keywords würde ich nennen: Achtsamkeit für die eigenen Belastungsgrenzen, sich den Raum für einen Rückzug zugestehen und die Belastungsgrenzen langsam erweitern. Somit brauch sich kein HSP mehr völlig isolieren von der reizüberfluteten Welt und kann mit diesen Strategien ein soziales und partizipierendes Leben führen.

      Falls du noch Fragen hast, kannst du dich jederzeit wieder melden!

      Viel Neugier und Freude beim Erforschen deiner Sensibilität.
      Oliver

  4. Pingback: Was es bedeutet hochsensibel zu sein und wie kann ich mit dieser Veranlagung leben? [Gastbeitrag] - YogiInside

  5. Hab den Test mit 27 ja’s abgeschlossen… Ich glaube meine Mutter war auch hochsensiebel! Ist leider auch schon verstorben ? Ihre letzten klaren Worte waren „Diese Welt gefällt mir nicht mehr! Ich komme wieder, wenn sie besser geworden ist“ Ich finde das sagt sehr viel aus! Danke für Deine vielen Berichte, eigenen Gedanken, Gefühle und Anstöße, toll wie Du es schaffst damit zurecht zu kommen!

    • Liebe Katrin,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar! Mit 27 Ja’s ist eine Hochsensibilität sehr wahrscheinlich, ich empfehle aber immer, sich mit einem Buch in das Buch einzuarbeiten, um die Licht- und Schattenseiten dieser Veranlagung kennenzulernen.

      Auch für mich ist es nicht immer leicht damit umzugehen!

      LG
      Oliver

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