Fotoimpressionen: 4-tägiger Wanderurlaub im Montafon (Vorarlberg)

Bist Du gerne in der Natur?
Gehst Du gerne wandern?

Heute möchte ich mit dir einige Impressionen von meinem 4-tägigen Wanderurlaub im Vorarlberg vom August diesen Jahres teilen.

Ich liebe die Natur!

Wie die meisten Hochsensiblen. An abgelegenen und schönen Plätzen können wir auftanken, abschalten, loslassen. Unser überreiztes Nervensystem zur Ruhe kommen lassen, eine Reizüberflutung verarbeiten.

So auch bei mir. In der Natur kann ich einfach am besten abschalten. Diese Stille. Diese Erhabenheit. Diese Weite. Mein ständiges Grübeln kommt zur Ruhe. Sorgenvolle Gedanken legen sich. Für einige Stunden kann ich meine nie endende To-Do-Liste vergessen. Ob Radfahren, Joggen, Wandern – jedes Mal fühle ich mich danach geerdeter, befreiter, zielgerichteter. Der Knoten im Kopf wurde gelöst.

Im August gönnte ich mir eine 1-monatige Sommerpause. Nach dem anstrengenden Schreibprozess im letzten Winter für mein erstes Taschenbuch, war es einfach an der Zeit für ein paar Tage Abstand. Zudem habe ich ja über den Sommer einen weiteren Saison-Nebenjob angenommen, der sehr vom Wetter und der Ferienzeit abhängig ist. Insofern hatte ich nicht den ganzen August „frei“, aber wesentlich mehr Zeit.

Im April diesen Jahres war ich ja schon einmal in den Bergen, dass erste Mal, ebenfalls in Vorarlberg in Österreich. Das Montafon mit seinen drei wunderschönen Gebirgsgruppen aus Kalk und kristallinem Gestein bietet sich für einen Bergausflug einfach an, weil es nur ca. 2,5 Stunden von meinem Wohnort entfernt liegt.

Seit zwei Jahren besitze ich kein Auto mehr. Im Großen und Ganzen kann ich damit sehr gut leben, komme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (fast) überall hin. Die Anbindungen hier am Bodensee sind ganz gut und ich besitze mittlerweile ein Jahres-Abo. Das spart Geld, Nerven (Stau, Parkplatz) und CO2-Ausstoß.

Für diesen Wanderurlaub brauchte ich aber ein Auto. Die Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln wäre zu kompliziert, zu aufwendig und auch zu teuer gewesen. Außerdem buchte ich eine Selbstversorgerhütte, das heißt, alle notwendigen Lebensmittel müssen selbst mitgebracht – und auf die Hütte getragen werden. Meine Berghütte lag auf 1.235 Meter, eine Sektionshütte des Alpenvereins Konstanz. Die letzten zwei Kilometer ist die Hütte nur zu Fuß zu erreichen.

Am 07.08. ging es um 13.30 Uhr mit einem Car-Sharing-Auto von Radolfzell aus los. Am Abend erreichte ich mit meinem vollgepackten 50-L-Rucksack* die Gauenhütte auf 1.235 Meter, in der Nähe von Taschagguns,  Ausgangspunkt und Basislager für meine Wanderungen in den nächsten zwei Tagen. Am nächsten Tag herrschte klares und warmes Sommerwetter, mit viel Sonnenschein. Von der Hütte aus hat man einen herrlichen Ausblick auf den Sulzfluh und die drei Türme, Teile der Rätikon-Gebirgsgruppe.

Am ersten Tag wanderte ich hinauf bis zur Lindauerhütte auf 1.744 Meter. Nach der Mittagsrast mit Kaiserschmarrn und alkoholfreien Weizenbier war ich voller Elan und neuer Power und stieg weiter hinauf auf den Öfapass (2.291 Meter). Am zweiten Tag gab es einen Wetterumschwung mit anfänglichem Nebel und später Regen. Trotzdem war ich auf den Beinen. Ich stieg auf die Alpilaalpe (1.686 Meter) und kam am frühen Nachmittag völlig durchnässt am Berggasthof Grabs (1.365 Meter) an. Nach einer Stärkung mit Pfefferminztee, Pommes und Salat war es nur noch ein Katzensprung zurück zur Gauenhütte.

Es war herrlich, atemberaubend schön, aber mitunter auch sehr anstrengend. Aber wie heißt es so schön: der Kaiserschmarrn schmeckt auf dem Gipfel besser als im Tal (was ich vollauf bestätigen kann!). Diese Stille und Abwesenheit von jeglichen Reizen und Geräuschen auf 2.000 Metern – grandios. Man kommt mit der eigenen inneren Stimme und Ruhe in Berührung. Alleine dafür würde ich jederzeit wiederkommen.

Was ich auch tatsächlich in diesem Jahr noch vorhabe. Im Herbst, bevor der erste tiefe Schnee kommt, möchte ich einen weiteren Ausflug auf die Gauenhütte machen.

Für die Planung und Durchführung dieser Wanderung verwendete ich den Rother Wanderführer Montafon* sowie die Kompass Wanderkarte Montafon* (Maßstab 1: 25.000).

Mein Wanderurlaub in Bildern. Viel Spaß!


Staubecken Latschau: Von hier aus Aufstieg auf die Gauenhütte

Basislager!

Berglandschaft im Montafon

Am nächsten Tag: Sonne und Aufstieg auf die Lindauerhütte

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Blick ins Tal

Alpines Denkmal (Geweihe)

… es wird steiniger (Aufstieg Lindauerhütte)

Ich schwitze nicht alleine… (Aufstieg Lindauerhütte)

… und werde dafür mit solchen Ausblicken entschädigt (drei Türme im Hintergrund)

kurz vor der Lindauerhütte (Ende Baumgrenze)

kaiserschmarrn

Nach ca. 2 Stunden erreiche ich erschöpft, aber glücklich die Lindauerhütte (1.744 Meter) – und gönne mir ein traditionelles und deftiges Mittagessen

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… und genieße beim Essen den Blick auf den Sulzfluh.

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und die drei Türme!

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Öfapass (2.291 Meter)

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Glücklicher (und verschwitzter) Wanderer am Öfapass

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Dieser Anblick, diese Stille! Rast am Öfapass

schweine-gebirge

Glückliche Bergschweine? (Öfapass) Wohl glücklicher als in der Massentierhaltung – aber leider landen sich letztlich doch auf den Tellern der hungrigen Alpinsten.

wetterumschwung

Geht schnell in den Bergen: Wetterumschwung am nächsten Tag

alpilaalpe

Mein letztes Tagesziel während dieses Kurzurlaubs. Ich komme wieder!

 

 

Veröffentlicht von

www.simplyfeelit.de

Hi, ich bin Oliver: Blogger & Autor & Querdenker.

Nach einer dreijährigen beruflichen Auszeit und den anschließenden Orientierungs- und Anpassungsschwierigkeiten, weiß ich heute, wie ich leben möchte: Frei und Selbstbestimmt. Und im Einklang mit meiner sensiblen & kraftvollen Männlichkeit.

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Mensch toll Oliver,das war ja sehr beeindruckend.Ich liebe auch sehr die Natur,seit Kindheit schon!!Sie läßt mich viel vergessen in der Zeit!!Bin auch in Facebook auf deiner Seite,finde es sehr schön,das ich dein Blog gefunden habe!!
    Liebe Grüße
    Birgit

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