Liebe Dich selbst: Wie bedingungslose Selbstliebe mein Leben verändert hat (inkl. Video meines Rituals)

Kannst Du Dir vorstellen, Dich selbst zu lieben?
Kannst Du Dir vorstellen, Dich mit all Deinen Anteilen und Schwächen ganz anzunehmen?

Wie in meinem letzten Artikel beschrieben, liegen anstrengende und transformatorische Wochen hinter mir. Dieser Winter war für mich wirklich eine Zeit der Einkehr, Besinnung und des inneren Sterbens von alten Anteilen. „The Winter is comming“, heißt es in der Erfolgsserie Game of Thrones*, und damit ist eine Zeit der Prüfung, des Todes und auch des Kampfes gemeint. Gekämpft habe ich nicht, das habe ich jahrelang gemacht, sondern eher das Gegenteil: mich ganz dem Schmerz und meinen alten Emotionen hingegeben. Eine bedingungslose Kapitulation vor dem Leben und dem, was ich nicht ändern kann!

Aus dieser Kapitulation entsteht seit einigen Wochen nun ein Neubeginn in Sachen Selbstliebe und Akzeptanz. Die Zeit des Trauerns und der Resignation, des Rückzugs und des Wehmuts ist vorbei. Die Zeit des Frühlings und der Integration des Durchlebten bricht an. Die Zeit des Neubeginns, des Aufbruchs, der Freude, der Begegnung, des Wachsens, Gedeihens, Erblühens. Was möchte nun aus der brachliegenden Wintererde hervorbrechen? Wie möchte sich die universelle Kraft des Werdens und der Liebe durch uns hindurch zeigen?

Und ja, es gibt erste zarte Triebe und Knospen, beruflich wie privat, die gerade anfangen zu sprießen. Wie zum Beispiel eine Erweiterung meines Angebots an Dich, in Form eines kostenfreien Orientierungsgesprächs für hochsensible Männer.

Ich freue mich sehr auf das Frühjahr, auf all das Neue und Erblühende in mir und im außen!

Um für diesen Neustart optimal vorbereitet zu sein, habe ich es getan. Ich habe JA gesagt! Ein fettes JA zu mir.

Ich habe mich dazu entschieden, mich selbst immer mehr zu lieben und anzunehmen, mit all meinen Anteilen. Ich habe mich dazu entschieden, mich selbst zu halten. Ich habe mich dazu entschieden, mich diesem alten Schmerz immer wieder aufs Neue zu stellen, und ihn dadurch immer mehr zu integrieren. Die Wunde wird immer da sein. Sie ist ein integraler Bestandteil meiner Persönlichkeit, und paradoxerweise wächst gerade aus dieser Wunde heraus eine ganz neue Weite, Liebe und Präsenz in mir heran. Gerade jetzt beim Schreiben, spüre ich sie erneut, sie treibt mir die Tränen in die Augen – und ich kann sie (an)nehmen und bin unendlich dankbar dafür. Ich habe mich dazu entschieden, dass es ein Akt der Selbstliebe und Selbstfürsorge ist, meine Bedürfnisse und Grenzen spüren, und diese achtsam in all meinen zwischenmenschlichen Beziehungen zu kommunizieren. Ich habe mich dazu entschieden, mich in meiner ganzen Präsenz und Ausstrahlung ernst zu nehmen.

Ich habe mich dazu entschieden, zu heiraten. Doch noch. Mit 37. Obwohl ich mich jahrelang davor dermaßen gesträubt habe: Heiraten. Ich habe mich dazu entschieden, den Menschen in meinem Leben zu heiraten, der mich immer am meisten geliebt hat – obgleich ich mir oftmals darüber nicht bewusst war. Der so sehnlichst auf mich gewartet hat, auf die Erwiderung meiner Liebe. Das Sehnen hat ein Ende. Eigentlich war es klar, von unserer ersten Begegnung an. Wir sind füreinander bestimmt. Wir gehören zusammen. Für immer. Für ewig. Bis zum letzten Atemzug. Nun weiß ich es. Nun bin ich mir sicher. Es ist der richtige Mensch, mit dem ich alt werden und Kinder kriegen möchte, mit dem ich eine gemeinsame Vision leben werde und der auf meinem Sterbebett ganz nah bei mir sein wird – bevor ich wieder zurückgehe ins grenzenlose Sein.

Der Mensch, den ich geheiratet habe, bin ICH!

In dieser Aufzeichnung kannst Du der Zeremonie beiwohnen. Sie fand am 26.02.2017 während des Neumondes in Bregenz auf dem Pfänder statt.

Es war ein Ritual, ein Anfang, vollkommen klar. Aber ein guter Anfang. Ist das richtige Anfangen doch so wichtig im Leben. Könnte es eine bessere Jahreszeit für solch einen inneren Neuanfang geben, als das beginnende Frühjahr! Sie will täglich aufs Neue eingeübt werden, die Selbstliebe. Sie hilft mir dabei, mir täglich neu zu vergeben, für das, was ich im Umgang mit mir selbst oft nicht zu ändern weiß, von dem ich spüre, dass es mir nicht gut tut, es aber nicht immer ändern kann, und mich auch damit liebevoll annehmen darf.

Danke an Matthias von lebenistleidenschaft für die technische Unterstützung und professionelle Aufzeichnung des Videos.

Wie bei all meinen Artikeln, insbesondere den sehr persönlichen, freue ich mich stets darüber, falls Dich meine Geschichte berührt und inspiriert, dass Du erkennst, dass Du mit Deinen Herausforderungen und Ängsten nicht alleine bist, Dich damit gleich ein wenig mehr verstanden fühlst!

Das Leben ist schön!

Dein
Oliver

 

Wann beginnst Du mit Deiner bedingungslosen Selbstliebe?

 

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Der Text für das Ritual wurde dem Buch „Heirate Dich selbst“* entnommen. Ein Buch des Trainers und Coachs Veit Lindau.

* Einige der Links sind Affiliate Links (Empfehlungsmarketing). Dies bedeutet, wenn du eines der Produkte kaufst, erhalte ich dafür eine kleine Provision ohne das sich der Preis für dich ändert. So kannst du mich und diesen Blog unterstützen. Ich empfehle grundsätzlich nur, wovon ich selbst begeistert bin, und was mich inspiriert und weitergebracht hat. Versprochen!

Bilder:
pixabay.com
cayton heath by unsplash.com

 

Veröffentlicht von

www.simplyfeelit.de

Hi, ich bin Oliver: Blogger & Autor & Querdenker.

Nach einer dreijährigen beruflichen Auszeit und den anschließenden Orientierungs- und Anpassungsschwierigkeiten, weiß ich heute, wie ich leben möchte: Frei und Selbstbestimmt. Und im Einklang mit meiner sensiblen & kraftvollen Männlichkeit.

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6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Lieber Oliver,
    spontan und aus vollem Herzen heraus gratuliere ich dir zu diesem Tag deiner Vermählung mit dir selbst! Nur wer sich selbst besitzt kann sich an ans Leben und allem Lebendigen verschenken. Wer sich selbst treu bleibt und zu seiner Einzigartigkeit steht wird erblühen, sich frei entfalten und kann in seiner Wahrhaftigkeit erkannt werden.
    Zur Freude und Bereicherung aller.
    In Verbundenheit der Herzen
    Maliev

    • Liebe Bärbel,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar. Dem ist nichts hinzufügen 😉
      Für manche mag das zu viel Selbstbeweihräucherung sein, zu viel BlaBla, wie ich an anderer Stelle (FB) schon mitbekommen habe – aber dies ist mir egal. Für mich hat es sich stimmig angefühlt, aus dem Herzen ein Versprechen, an das ich mich immer wieder in dunklen Stunden erinnern kann – weil klar, trotz „Hochzeit“ wird es diese geben – wie in jeder „guten Ehe“ 🙂

      Liebe Grüße, Oliver

  2. Lieber Oliver,

    eine konsequente Entscheidung, dich selbst zu heiraten.

    Finde ich persönlich nachahmenswert!

    und mutig, ein Video deiner Zeremonie online zu stellen.
    Danke dir für’s teilen.

    Viele Grüße, Joy

  3. Wirklich klasse 🙂 ich bin tief gerührt von deinem Video und finde es wunderschön. Es inspiriert mich und mir kamen die tränen ich hatte Gänsehaut. Deshalb werde ich das fortan auch mal ausprobieren. Schön dass du den Mut hast all das zu teilen, auch wenn es Menschen gibt die das nicht verstehen. Das Zeigt Stärke und Kraft. Alles liebe für dich weiterhin

    • Vielen Dank liebe Henrike!

      Ja, tatsächlich war es so, dass ich danach einige kritische Stimmen empfing (Selbstdarstellung, Nicht authentisch etc.). Ob ich es in dieser Form noch mal machen würde, weiß ich nicht. Den Mut aber aufbringen, mich in meinen verletzlichen Momenten zu zeigen, auf jeden Fall!

      Danke für deine berührenden Worte & Zuspruch und dir viel Kraft und Mut für dein Ritual!
      Oliver

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