Wie du mit Yoga mehr Bewusstsein und Entspannung in dein Leben bringen kannst

Dies ist ein Gastbeitrag von Corinna Inkert von YogiInside

In dem heutigen Beitrag erfährst du von Corinna, wie du mit einfachen Yoga – Übungen eine richtige Balance zwischen Anspannung und Entspannung findest und dadurch lernen kannst, besser mit Stress und Überstimulation umzugehen.

Bewusst Sein und bewusst Leben

Wenn du dir bewusst bist, dass Zeit das wertvollste ist, das man schenken kann und du der wichtigste Mensch in deinem Leben bist, dann weißt du schon eine Menge. Es ist schön, wenn man sich an vergangene Momente erinnert und von der Zukunft träumt, aber was wirklich zählt ist das Hier und Jetzt.

Nur in diesem Moment spürst du das Leben und all deine Gefühle. Nur jetzt kannst du mit deinen Freunden lachen und die Zeit mit ihnen genießen.

Und da wir bekanntlich nur ein Leben haben, sollten wir es auch sinnvoll nutzen und leben. Es gibt einfach zu viele schöne Dinge im Leben, um einfach nur den Alltag im Hamsterrad zu verbringen. Dabei meine ich nicht, dass ein gewöhnlicher 9-5 Job schlecht ist, oder dass du nicht von deinem eigenen Haus mit Kindern träumen darfst. Ich meine nur, gestalte dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen und so abwechslungsreich, wie es dir gefällt. Auch wenn das bedeutet, dass dein Leben aus der Masse sticht.

Was ist Yoga?

Yoga ist eine alte philosophische Lehre mit Ursprung in Indien, die schon seit mehreren tausend Jahren praktiziert und weitergegeben wird. Auf psychischer Ebene verbindet Yoga Körper, Geist und Seele. Dadurch entsteht eine bewusst spürbare Verbindung zwischen dem physischen Körper und dem Geist, die sehr sensibel ist. Alle Eindrücke und Einflüsse aus dem Umfeld werden sehr intensiv wahrgenommen und sind sehr bedeutsam.

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Yogastile, die in den Schwerpunkten variieren. Ich stelle dir die bekanntesten Yogastile vor, damit du dir einen groben Überblick verschaffen kannst. Schlussendlich musst du selbst ein bisschen ausprobieren, um heraus zu finden, welcher Yogastil am besten zu dir passt und, ob du mit dem/der Yogalehrer/in harmonierst.

Bekannte Yogastile im Überblick

Hatha Yoga

Hatha Yoga ist wohl der bekannteste Yogastil in der westlichen Welt. Viele der verschiedenen Stile leiten sich vom Hatha Yoga ab. Ha bedeutet in Sanskrit Sonne und tha Mond. Somit ist klar, dass sich Hatha Yoga mit gegensätzlichen Dingen wie Anspannung und Entspannung, männlich und weiblich, Yin und Yang beschäftigt. Die Ausgeglichenheit dieser Gegensätze spielt dabei eine große Rolle.

Durch das regelmäßige Praktizieren von Körperübungen bzw. Yogastellungen (Asana), Atemübungen (Pranayama) und Meditation, wird diese Ausgeglichenheit der verschiedenen Elemente geübt.

Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga ist der achtgliedrige Pfad des Yoga nach dem Philosophen Patanjali. Der achtgliedrige Pfad beinhaltet eine Art Verhaltensregeln für einen Yogi. Ashtanga Yoga ist eine sehr dynamische Form des Hatha Yoga. Ashtanga Yoga zeichnet sich durch kraftvolle Übungen in Kombination einer bestimmten Atemtechnik aus. Vorbestimmte Abläufe von Posen werden intensiv geübt.

Vinyasa Flow

Vinyasa Flow ist eine Ableitung aus dem Ashtanga Yoga. Hier liegt der Schwerpunkt im Fluss der Bewegung zu sein. Man fließt so zu sagen von einer Asana in die Nächste und ist von einem synchronen Atem begleitet.

Yin Yoga

Yin Yoga ist ein ruhiger und passiver Yogastil. Man verweilt in den Haltungen länger als üblich und lässt den Atem frei fließen. Dieser Stil ist ein guter Ausgleich im Gegensatz zu den anderen vorgestellten Yogastilen, da beim Yin Yoga tiefe Selbstwahrnehmung und Entspannung wahrgenommen werden.

Die Balance zwischen Anspannung und Entspannung

Eine harmonische Balance zwischen Anspannung und Entspannung ist notwendig, um einen sinnhaften Alltag zu erleben, aber auch nicht mit Arbeit überlastet zu sein. Diese harmonische Balance gibt dir das Gefühl erfolgreich zu sein und produktiv zu arbeiten, aber nicht daran kaputt zu gehen. Eine gewisse Menge an Stress ist tatsächlich gesund für den Körper, aber eine Dauerbelastung schadet Körper und Geist und kann bis hin zum Bornout-Syndrom gehen.

Mittlerweile gibt es viele ausgereifte Entspannungsmethoden wie z.B. Thai Chi, Qi Gong, autogenes Training, Meditation, Yoga und noch viele mehr. Wichtig ist, dass man sich entspannt. Die Entspannungsmethode ist dabei nicht so wichtig. Jeder muss für sich selbst herausfinden, welche Technik am besten zu einem passt und mit welcher Entspannungsmethode man sich wohlfühlt.

Der Vorteil von Yoga ist, dass du es überall mit hin nehmen kannst, egal ob du in den Urlaub fährst oder das ganze Wochenende Zuhause verbringst. Das einzige was du zum Praktizieren von Yoga benötigst ist eine rutschfeste Yogamatte und bequeme Kleidung. Wenn du möchtest, kannst du Yoga sogar nur aus Büchern und DVDs erlernen und so individuell deine eigene Yogapraxis gestalten. Aber mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Wie steige ich in Yoga ein und auf was muss ich achten?

Mittlerweile gibt es unzählige Yogabücher und Yogakurse im Internet zu finden. Sogar spezielle Home Yogastudios mit Onlinekursen für Anfänger bis Fortgeschrittene werden angeboten. Aber natürlich ist das Angebot von lokalen Yogastudios auch da. Ich persönlich kann dir nur einen Yogakurs in einem Studio empfehlen, wenn du mit Yoga beginnen möchtest. So erfährst du die Grundtechniken und Grundhaltungen des Yoga und kannst sie dann später auch Zuhause für deine Praxis anwenden.
Ohne diese Grundkenntnisse passieren schnell Fehler und es kann sogar zu Verletzungen und Fehlhaltungen kommen.

Frage dich selbst, was du mit Yoga erreichen möchtest bzw. wie du Yoga machen möchtest. Möchtest du dich Auspowern und zugleich Entspannen, dann versuche es doch mal mit einer Ashtanga oder Vinyasa Flow Stunde. Oder möchtest du lieber mit sanften und ruhigen Bewegungen zur Entspannung kommen? Dann besuche eine Yin Yoga Klasse. Beachte, dass der Kurs auch deinem Level entspricht. Also wenn du noch nie etwas mit Yoga am Hut hattest, achte darauf, dass du einen Anfängerkurs machst. Am besten sprichst du dich dazu mit deinem/r Yogaleherer/in vor Ort ab.

Von mir noch einen Tipp: Wenn du dir nichts unter Yoga vorstellen kannst und du dir einfach einen Überblick über diese Entspannungsmethode verschaffen möchtest, probiere einen Anfängerkurs in Hatha Yoga aus. So bekommst du schnell das Gefühl, wie dein Körper auf Yoga reagiert und ob du dich damit wohlfühlst.

Anfangs benötigst du nicht mal eine eigne Yogamatte, wenn du einen Kurs besuchst. Die meisten Yogastudios bieten die gesamten Hilfsmittel an. Wenn du dich aber für eine regelmäßige Yogapraxis entscheidest, kann ich dir die Anschaffung einer eigenen Yogamatte empfehlen. Achte unbedingt darauf, dass sie rutschfest ist.

Entspannung durch Yogaübungen

Schon nur wenige und einfache Yogaübungen können Körper und Geist entspannen. Es kommt mehr auf die Regelmäßigkeit der Übungen an, als auf die Komplexität. Stress und schlechte Stimmungen legen sich meistens entlang der Wirbelsäule ab und verursachen so z.B. Rücken- oder Kopfschmerzen. Oftmals ist gar nicht auf den ersten Blick klar, dass solche Schmerzen stressbedingt entstehen.

In den nachfolgenden Übungen möchte ich dir ein paar einfache Yogaübungen zeigen, die solche Stresspunkte entspannen und ein allgemein besseres Körpergefühl aufbringen. Um richtig loszulassen, kannst du während den Übungen eine beruhigende und entspannende Musik hören. Wenn du möchtest, kannst du dir auch noch ein Räucherstäbchen dazu anzünden oder einfach den Raum mit frischer Luft füllen.

Kleine Rückbeuge im Liegen

Lege dich flach mit dem Rücken auf den Boden, eine Decke oder deine Yogamatte. Schiebe eine zusammengerollte Decke oder ein Polster unterhalb von deinen Schulterblättern hinein. Lege deine Arme im 90° Winkel von deinem Körper weg. Entspanne deine Schultern und dein Gesicht. Schließe deine Augen. Lass deinen Atem frei fließen und genieße das Öffnen des Brustkorbes. Bleib ein paar Minuten so liegen und versuche alle Gedanken beiseite zu schieben. Bleib bei deinem Atem.

Entspannung der Schultern und des Nackens

Stell dich gerade hin und mach deine Füße hüftbreit auseinander. Atme tief durch die Nase ein und ziehe deine Schultern zu den Ohren. Atme vollständig aus und lass deine Schultern fallen. Wiederhole diese Bewegung in Kombination mit der Atmung 6 bis 10 Atemzüge. Wenn du möchtest, kannst du dabei auch deine Augen schließen.

Du stehst immer noch gerade und hüftbreit da. Deine Schulten sind entspannt. Atme aus und neige deinen Kopf nach link, so dass dein linkes Ohr über deiner linken Schulter ist, ohne die Schulter hinauf zu ziehen. Atme ein und bring dein Kopf zur Mitte. Beim nächsten Ausatmen neige deinen Kopf nach rechts, so dass dein rechtes Ohr über deiner rechten Schulter ist. Die Schulter bleibt entspannt. Atme ein und bringe deinen Kopf wieder zur Mitte. Wiederhole diese Bewegung ein paar Atemzüge. Alle Bewegungen passieren achtsam und ruhig. Lass deinen Atem frei fließen.

Das Krokodil

Lege dich flach mit dem Rücken auf den Boden oder deine Yogamatte. Stelle deinen linken Fuß auf und bringe deine Arme im 90° Winkel von deinem Körper weg. Deine Schultern sind entspannt und dein Bauchnabel ist leicht eingezogen, damit deine Bauchmuskeln ein wenig angespannt sind. Atme ein und versetze deine Hüfte ein klein wenig nach links. Atme aus und bring dein linkes Knie auf die rechte Seite. Das Knie muss dabei nicht den Boden berühren. Es ist wichtig, dass beide Schultern auf dem Boden liegen und entspannt sind. Vergiss deinen Bauchnabel nicht eingezogen zu halten.

Bleibe ein paar Atemzüge in dieser Position liegen und komm dann wieder zur Mitte zurück. Richte deinen Körper gerade aus, strecke beide Beine aus und spüre den Unterschied zwischen der linken und rechten Seite deines Körpers. Wiederhole diese Bewegung auf der rechten Seite.

Entspannung durch Atemübungen

Der Atem ist das Instrument, das die Energie im Körper verteilt während dem Ausüben der Yogastellungen. Außerdem entspannt ein ruhiger Atem den Körper und Geist.

Atme den Stress aus deinem Nacken

Setze dich im Schneidersitz auf den Boden oder eine Decke. Achte darauf, dass dein Rücken gerade ist und deine Schultern entspannt nach unten fallen. Dein Kopf und dein Blick sind gerade nach vorne. Atme einmal tief durch die Nase ein und aus.

Ausatmen – Kinn zum Brustbein
Einatmen – rolle deinen Kopf sanft zur linken Seite bis das Ohr und die Schulter auf gleicher Höhe sind
Ausatmen – rolle deinen Kopf auf die rechte Seite bis das Ohr und die Schulter auf gleicher Höhe sind

Atme vollständig aus, bevor du wieder einatmest und deinen Kopf auf die linke Seite rollst. Nach ein paar Wiederholungen, vertausche die Ein- und Ausatmung mit den Seiten. Also:

Einatmen – rolle deinen Kopf sanft zur rechten Seite bis das Ohr und die Schulter auf gleicher Höhe sind
Ausatmen – rolle deinen Kopf auf die linke Seite bis das Ohr und die Schulter auf gleicher Höhe sind

Diese Entspannungsübungen machst du am besten am Morgen vor dem Frühstück. So kannst du gelassen in den Tag starten. Wenn du in stressige oder unangenehme Situationen kommst, kannst du, wenn es Ort und Zeit erlauben, zwei bis drei dieser Übungen für ein paar Minuten machen. So fokussierst du deinen Geist wieder.

Ich wünsche dir viel Spaß mit den Entspannungsübungen und entspannte Tage.

Hast du Erfahrungen mit Yoga?
Wie entspannst du dich?

 

 

P.S. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn du ihn bei Facebook likest oder mit deinen Freunden teilst.

 

Über die Gastautorin

Profilbild Corinna yogisindeCorinna ist passionierte Yogini und Freiheitsjunkie. Auf ihrem Blog YogiInside schreibt sie über ihre eigenen Erfahrungen mit Yoga, ihre Ausbildung zur Yogalehrerin und alles was du rund um Yoga und Meditation wissen musst.

Veröffentlicht von

www.simplyfeelit.de

Hi, ich bin Oliver: Blogger & Autor & Querdenker. Nach einer dreijährigen beruflichen Auszeit und den anschließenden Orientierungs- und Anpassungsschwierigkeiten, weiß ich heute, wie ich leben möchte: Frei und Selbstbestimmt. Und im Einklang mit meiner sensiblen & kraftvollen Männlichkeit. Ich schreibe über Beziehungen, Mann-Sein, Hochsensibilität, Minimalismus und Persönlichkeitsentwicklung.

Wie du als Mann in deine ganze Männlichkeit kommst

  • Geballtes Wissen auf 250 Seiten
  • Lerne deine sensible wie kraftvolle Männlichkeit ganz neu kennen
  • Erfahre, warum eine konstruktive Aggression nichts mit Gewalt zu tun hat
  • Erkenne, was es heutzutage bedeutet, ein Mann mit Rückgrat und Herz zu sein
  • Erlange eine erfülltere Partnerschaft und Sexualität

Als Taschenbuch und E-Book erhältlich!

Klicke hier um mehr zu erfahren
Das könnte Dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar


x